kleiner Bericht über Clerenc "Chico" aus meiner Hand, da
Frauchen über keinen Internetanschluss verfügt.
Protokoll stammt aus der Hand von Frauchen.
Clerenc "Chico" hat sich zu einem sehr aufgeweckten
frechen Rüden entwickelt. Er hat, im Vergleich zu Cyla
auch von der Größe und dem Gewicht sehr aufgeholt.
Chico hatte keinen leichten Anfang. Jeder von ihnen
hat schon einmal etwas über die Juvenile Epilepsie, kurz
JE, gehört. Wir können eine Form über die Genetik des
Blutes testen, die in der 5. Woche beginnt und mit der
12. Woche für immer verschwunden ist. Siehe auch
ausführliche Informationen bei Ute Ruoff:
http://www.dog-ruoff.de/Lagotto_special_info.htm
Diesen Test haben alle für die Zucht verwendeten
Lagotti. Dieser Test ist freiwillig (nicht vom VDH
vorgeschrieben) und das Labor übernimmt keine Haftung
für die Ergebnisse. Sie wussten warum. Bei Kosmos war
das ursprüngliche Ergebnis falsch. Er wurde mit JE -/-,
also frei getestet. Ein vor kurzem durchgeführter 2.
Test ergab dann, dass er doch JE +/- also ein Träger des
Gens ist. Da ich mit Taisa schon mehrfach mit Trägern
gezüchtet habe, bin ich mir sicher, dass ihr Ergebnis JE
-/- frei richtig ist, so dass nichts hätte passieren
dürfen.
Aus dem Vorfall von Chico und noch einem
weiteren ähnlichen Fall bei einer anderen Zuchtstätte
und mit ganz anderen Hunden bin ich mir nun sicher, dass
es mindestens eine weitere Form gibt, die wir derzeit
nicht testen können, also auch keine Möglichkeit haben,
diese Epilepsie auszuschließen. Auffällige Gemeinsamkeit
mit der anderen Zuchtstätte: Die beiden Rüden waren
auffällig kleiner und leichter, als vergleichbare Rüden.
Dabei aber ohne weitere Auffälligkeiten in ihrem
Verhalten. Vielleicht ist das ja ein Indiz dafür, dass
diese Form auftreten kann. Ich werde in Zukunft solche
Hunde mindestens bis zur vollendeten 12. Woche bei mir
behalten, um sie besser beobachten zu können. Etwas
anderes kann man da leider derzeit nicht machen.
Bei Chico begannen die Anfälle in der 12. Woche und
setzen sich erst ca. wöchentlich, dann mit größeren
Abständen, fort. Bei dem anderen Fall begannen sie
bereits in der 9. Woche und waren dann plötzlich mit der
16. Woche verschwunden.
Protokoll der Anfälle:
| aufgetreten am |
10.03.2011 |
abends nach der Impfung/Entwurmung |
| |
11.03.2011 |
vormittags unterwegs |
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14.03.2011 |
vormittags |
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24.03.2011 |
früh nach dem munter werden |
| |
03.04.2011 |
nachmittags |
| |
02.05.2011 |
vormittags |
- legt sich hin
- gegen die Wand gelehnt (wenn möglich)
- unkontrollierter Bewegungsablauf, stößt mit den
Beinen; es sieht aus, als wäre das Hinterteil plus
Beine gelähmt, versucht aufzustehen - geht nicht,
zittert dann am ganzen Körper
- Dauer ca. 5 Minuten, liegt dann ca. 10 Minuten
ruhig, dann ganz normaler Bewegungsablauf, bei den
letzten 2 Anfällen deutlich kürzere Zeit und weniger
heftig
- jedes mal erweiterte Pupillen
Ich denke nicht, dass die Ursache bei der Impfung
oder dem Wurmmittel liegt. Im vergleichbaren Fall haben
die Anfälle schon viel früher begonnen. Zum anderen hat
er hier vom selben Tierarzt ja auch seine erste Impfung
und auch mehrfach verschiedene Wurmmittel bekommen ohne
eine Reaktion darauf. Eher denke ich an ein
Ungleichgewicht in Verbindung mit den enormen
Größenwachstum und dem Aufholen des Gewichtes. Zumal
bei keinem anderen Hund aus diesem Wurf ähnliche Dinge
aufgetreten sind. Es gab bei Chico keinen auslösenden
Faktor. Die Anfälle kamen zu ganz unterschiedlichen
Zeiten bei unterschiedlichen Aktivitäten.
Bei der Recherche im Internet sind mir folgende
relevante Faktoren begegnet: Epilepsien, die vor dem
ersten Geburtstag auftreten verschwinden wieder. Erst
mit dem ersten Geburtstag auftretende Epilepsien sind
bleibende und behandlungswürdige Krankheiten. Also
hoffen wir das Beste.
Kurz vor Ostern waren Frauchen und Chico bei mir zum
schneiden. Ich habe einen frechen und fröhlichen kleinen
Kerl erlebt, der in schönster Lagotti Manier mit Cyla
und den anderen gespielt hat.
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